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  • AutorenbildSascha Nikolas Berger

Manche Tage haben zentrale Fragen...

Mein Tag begann recht früh.

Auf der Suche nach einem geistlichen Begleiter hatte ich gestern einen ersten Kennenlerntermin. Eine gute Begegnung und ein wirklich gutes Erstgespräch.

Prima.

Eine Frage aus diesem Termin die ich in meine Tasche packte:

"Für wen mache ich das eigentlich alles?"


Um 12:00 Uhr dann weiter im Programm.

Mein Freund Ignatius hatte sich einen Tagesausflug gewünscht, da sich ein Zeitfenster ergeben hatte. Wir wollten dies gemeinsam nutzen, denn gemeinsame Zeit ist dieser Tage wahrlich ein seltenes Gut geworden.

So führte uns der Tag gen Aachen, zur Heiligtumsfahrt 20023.

Bereits die Zeit auf der Fahrt dorthin entwickelte sich zu einer sehr intensiven Beschäftigung miteinander. Ein gutes Gespräch, getragen von Vertrauen und Vertrautheit. Geschützter Raum, um die Seele zu öffnen, ohne Angst vor Verletzungen haben zu müssen. Ein hohes Gut in heutigen Zeiten. In Aachen angekommen erst einmal eine kleine Stärkung und dann gleich rein in das "Getümmel." Wieder über eine nicht unerhebliche Frage "gestolpert!" Die zentrale Frage der Heiligtumsfahrt 2023 lautet „Für wen haltet ihr mich?“

- eine gute Frage, wie ich finde.

Denn wenn Du Dir diese Frage im Kontext des eigenen Lebens stellst; wenn Du Dich dieser, in die Tiefe führenden Frage aus der Perspektive Deines Gegenübers stellst, gibt es eine ganze Menge spannendes zu entdecken; über Dich und Dein Verhältnis zur Welt. Was mir allerdings mindestens genauso viel Freude bereitet hat: Während man so durch den Tag schlendert, durch Pilgergruppen läuft, sich an Reliquien-Schlangen anstellt, ist es mir gelungen, diese ganze Verkirchlichung auszublenden, die ganze Überhöhung all dessen, wie wir sie heute erleben gleich noch dazu und im wahrsten Sinne des Wortes den Blick hinter „die Windel“ zu lenken. Seitdem hängen mir zwei Pilatusworte im Hirn, die in meinem Kopf derzeit immer noch Karussell fahren - „Ecce homo!“ - Seht da den Menschen - Zentrale Botschaft mit tiefer Wirkung. Das Menschsein Gottes schwingt bis heute durch, seit gestern noch einmal mit einem verstärkten Resonanzkörper. Nach der "Vermählung" der beiden zentralen Fragen des gestrigen Tages im Traum der letzten Nacht, erlebt mein Geist grade einen wahren "Flächenbrand" - gut so. Hier ist richtig Bewegung und Wallung zu spüren - noch besser. Was zwei "harmlose" Fragen doch für ein enormes Potential besitzen! Von daher ein besonderes „Danke“ auch an Dich, Ignatius.





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